Alter Jüdischer Friedhof Prag: Tickets, Geschichte, Öffnungszeiten und Tipps

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Der Alte Jüdische Friedhof in Prag gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Er liegt im historischen jüdischen Viertel Josefov und wird jedes Jahr von sehr vielen Touristen besucht. Für viele Reisende ist der Friedhof zusammen mit der Altneu-Synagoge, der Spanischen Synagoge und der Pinkas-Synagoge der wichtigste Teil des jüdischen Prag. Offizielle Informationen des Jüdischen Museums beschreiben den Friedhof als einen der eindrucksvollsten historischen Begräbnisorte der Welt.

Besonders bekannt ist der Friedhof wegen seiner dicht stehenden Grabsteine und seiner langen Geschichte. Viele Besucher bleiben schon beim ersten Blick stehen, weil der Ort anders wirkt als fast jeder andere Friedhof in Europa. Die Grabsteine stehen eng nebeneinander, teilweise schief, auf engem Raum und mit einer außergewöhnlichen Atmosphäre. Genau das macht den Alten Jüdischen Friedhof zu einem der eindrucksvollsten Orte in Prag.

Tickets für das Judenviertel Prag

Der Alte Jüdische Friedhof ist Teil des offiziellen Rundgangs durch die Jüdische Stadt Prag. Mit einem Kombi-Ticket besuchst du den Friedhof zusammen mit mehreren Synagogen im Viertel Josefov.

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Sinnvoll für alle, die Josefov ohne lange Suche nach Einzeltickets besuchen möchten.

Was ist der Alte Jüdische Friedhof in Prag?

Der Alte Jüdische Friedhof ist einer der wichtigsten historischen Friedhöfe Europas. Er gehört heute zum Rundgang durch die Jüdische Stadt Prag und ist eng mit der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Prag verbunden. Offizielle Informationen nennen ihn einen Ort, an dem Geschichte, Symbole und persönliche Schicksale eng miteinander verbunden sind. Die erhaltenen Grabsteine stammen teils aus dem 15. Jahrhundert, und bis heute sind etwa 12.000 Grabsteine sichtbar.

Für Touristen ist besonders interessant, dass der Friedhof mitten in der Innenstadt liegt. Nur wenige Minuten entfernt befinden sich weitere wichtige Sehenswürdigkeiten wie die Maisel-Synagoge, die Pinkas-Synagoge, die Klausen-Synagoge und die Altneu-Synagoge. Der Besuch lässt sich also sehr gut mit einem Rundgang durch Josefov verbinden.

Warum ist der Friedhof so berühmt?

Der Alte Jüdische Friedhof ist vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Dichte an Grabsteinen und seiner langen Nutzung bekannt. Auf sehr kleiner Fläche wurden über Jahrhunderte Menschen bestattet. Offizielle Informationen des Jüdischen Museums nennen als älteste erhaltene Grabplatte das Jahr 1439 und betonen die berühmten übereinander liegenden Grabschichten.

Genau dieser Platzmangel prägt das Bild des Friedhofs bis heute. Weil der Friedhof nicht einfach erweitert werden konnte, wurden im Lauf der Zeit neue Erdschichten aufgetragen und darauf weiter bestattet. So entstanden mehrere Lagen von Gräbern übereinander. Für Besucher ist das einer der eindrucksvollsten Aspekte des Ortes. Die sichtbaren Grabsteine sind also nur ein Teil dessen, was sich historisch auf dieser Fläche befindet.

Geschichte des Alten Jüdischen Friedhofs

Der Friedhof wurde über mehrere Jahrhunderte genutzt und gehört zu den ältesten erhaltenen jüdischen Begräbnisorten Europas. Das Jüdische Museum weist darauf hin, dass der Friedhof Gräber und Steine ab 1439 enthält. Andere offizielle Informationen aus Prag ordnen ihn als drittes bekanntes jüdisches Begräbnisareal auf dem Gebiet der Stadt ein.

Im damaligen jüdischen Viertel war Platz knapp. Das betraf sowohl die Wohnhäuser als auch den Friedhof. Über Jahrhunderte musste die jüdische Gemeinde auf engem Raum leben. Deshalb wurde der Friedhof nicht einfach größer, sondern in die Höhe „erweitert“: Neue Erdschichten wurden aufgebracht, und darüber wurde weiter bestattet. Diese besondere Entwicklung macht den Ort heute so einzigartig.

Seit dem späten 18. Jahrhundert wurde der Friedhof nicht mehr für neue Bestattungen genutzt. Er blieb jedoch erhalten und wurde später zu einem der wichtigsten Erinnerungsorte jüdischer Geschichte in Prag. Heute ist er geschützt und Teil des Jüdischen Museums Prag.

Wie viele Grabsteine gibt es?

Nach Angaben des Jüdischen Museums sind heute rund 12.000 Grabsteine erhalten. Die Zahl der tatsächlich dort Bestatteten liegt aber deutlich höher. Genau deshalb wirkt der Friedhof so dicht und ungewöhnlich. Sichtbar sind nur die erhaltenen Steine, nicht alle Gräber.

Viele ältere Texte im Internet sprechen von weit über 100.000 Bestatteten. Solche Angaben tauchen häufig auf, sind aber nicht immer sauber belegt. Sicher und offiziell bestätigt ist: Es gibt etwa 12.000 erhaltene Grabsteine, und der Friedhof ist durch übereinander liegende Begräbnisschichten geprägt.

Das Grab von Rabbi Löw

Das wohl bekannteste Grab auf dem Friedhof ist das von Rabbi Jehuda Löw ben Bezalel, meist kurz Rabbi Löw genannt. Er gehört zu den berühmtesten jüdischen Persönlichkeiten Prags. Sein Name ist auch eng mit der Golem-Legende verbunden. Viele Besucher suchen sein Grab gezielt auf. Deshalb ist es eines der meistbeachteten Gräber der gesamten Anlage.

Wer sich für diese Seite der Geschichte interessiert, sollte auch die Altneu-Synagoge besuchen. Dort ist die Verbindung zur Überlieferung um Rabbi Löw besonders stark. Der Friedhof und die Synagoge ergänzen sich deshalb gut.

Was sieht man beim Besuch?

Der Besuch des Alten Jüdischen Friedhofs ist eher ruhig und konzentriert. Man läuft nicht über ein sehr großes Gelände, sondern eher an einem kompakten historischen Ort entlang. Zu sehen sind vor allem die eng stehenden Grabsteine, die schmalen Wege, die gewachsene Struktur des Friedhofs und die unmittelbare Nähe zur Pinkas-Synagoge. Viele Besucher empfinden gerade die Kombination aus Geschichte, Enge und Stille als besonders eindrucksvoll.

Wichtig ist dabei: Der Friedhof ist kein großer Parkfriedhof, sondern ein dichter historischer Ort. Wer weite Wege oder viele frei stehende Monumente erwartet, wird überrascht sein. Gerade die Enge und die Schichtung machen den Friedhof besonders. Das Jüdische Museum beschreibt ihn als einzigartigen Erinnerungsort, an dem Geschichte und Symbolik zusammenkommen.

Tickets für den Alten Jüdischen Friedhof

Der Friedhof ist nicht mit einem einfachen Einzelticket allein zugänglich, sondern Teil des offiziellen Tickets für die Jüdische Stadt Prag. Nach Angaben des Jüdischen Museums kannst du mit einem Ticket vier Synagogen besuchen – Maisel-, Pinkas-, Altneu- und Spanische Synagoge – sowie den Alten Jüdischen Friedhof.

Die regulären Preise liegen aktuell bei 600 CZK für Erwachsene, 400 CZK für Studenten und 200 CZK für Kinder. Diese Preisstruktur wird sowohl vom Jüdischen Museum als auch vom Prague Visitor Pass bestätigt.

Das ist für Touristen praktisch, weil man den Friedhof fast immer zusammen mit weiteren Sehenswürdigkeiten in Josefov besucht. Ein separates Ticket nur für ein einzelnes Objekt wäre für die meisten Besucher weniger sinnvoll.

Führung durch Josefov lohnt sich oft mehr

Viele Besucher finden das jüdische Viertel geschichtlich sehr interessant, aber ohne Erklärung nicht immer leicht verständlich. Eine gute Führung ist deshalb oft die bessere Wahl.

Führung durch das jüdische Viertel ansehen

Besonders sinnvoll für Erstbesucher und alle, die Hintergründe besser verstehen möchten.

Öffnungszeiten des Alten Jüdischen Friedhofs

Für 2026 nennt die offizielle Seite des Jüdischen Museums saisonabhängige Öffnungszeiten. Für Pinkas-, Maisel- und Spanische Synagoge sowie den Alten Jüdischen Friedhof gelten aktuell: am 1. Januar 2026 von 11:00 bis 16:30 Uhr, vom 2. Januar bis 31. März 9:00 bis 16:30 Uhr, im April 9:00 bis 18:00 Uhr, von Mai bis August 9:00 bis 19:00 Uhr, vom 1. September bis 17. Oktober 9:00 bis 18:00 Uhr und vom 18. Oktober bis 31. Dezember 9:00 bis 16:30 Uhr. Am 24. Dezember 2026 ist bis 14:00 Uhr geöffnet.

Wie alle Objekte des Jüdischen Museums ist der Friedhof samstags und an jüdischen Feiertagen geschlossen. Gerade rund um Feiertage gibt es immer wieder Sonderregelungen. So wies der Prague Visitor Pass Anfang April 2026 ausdrücklich auf Schließungen wegen Pessach hin. Wer zu Feiertagen reist, sollte die aktuelle Lage deshalb vor dem Besuch kontrollieren.

Ist der Friedhof im Prague Visitor Pass enthalten?

Ja. Der Alte Jüdische Friedhof gehört zur Jewish Town Route, die im offiziellen Prague Visitor Pass enthalten ist. Die Pass-Seite nennt für Erwachsene regulär 600 CZK, mit Pass ist der Eintritt frei. Dasselbe gilt für Studenten und Kinder in den jeweiligen Kategorien.

Das ist besonders für Reisende interessant, die in kurzer Zeit viele Sehenswürdigkeiten in Prag sehen und zusätzlich den öffentlichen Nahverkehr nutzen möchten. Mehr dazu findest du auch in unserem Artikel über die Prague Card.

Wie lange dauert ein Besuch?

Für den Friedhof allein reichen meist 20 bis 40 Minuten. Die meisten Besucher verbringen aber deutlich mehr Zeit in Josefov und kombinieren den Friedhof mit mehreren Synagogen. Realistisch solltest du für das gesamte Viertel mindestens zwei bis drei Stunden einplanen. Wer eine Führung macht, braucht meist noch etwas länger.

Unser Tipp: Den Friedhof nicht als schnellen Foto-Stopp behandeln. Er wirkt vor allem dann, wenn man sich ein wenig Zeit nimmt und danach noch die Pinkas-Synagoge oder die Altneu-Synagoge besucht.

Wie kommt man zum Alten Jüdischen Friedhof?

Der Friedhof liegt sehr zentral in Josefov. Vom Altstädter Ring ist er bequem zu Fuß erreichbar. Auch von der Karlsbrücke aus ist der Weg kurz. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, sollte sich unseren Artikel über den Nahverkehr in Prag ansehen. Praktisch sind außerdem die Seiten zur Metro Prag und zur Straßenbahn Prag.

Auch vom Flughafen Prag oder vom Prager Hauptbahnhof ist Josefov gut erreichbar. Für die Anreise vom Flughafen helfen dir unsere Infos zu den Flughafen-Bussen in Prag.

Was sollte man in der Nähe noch sehen?

Der Alte Jüdische Friedhof liegt mitten in einem der interessantesten historischen Bereiche Prags. Direkt in der Nähe liegen:

Wenn du danach noch Zeit hast, lohnt sich ein Spaziergang weiter zum Altstädter Rathaus, zum Altstädter Ring oder zur Karlsbrücke. Am Abend entscheiden sich viele Touristen für eine Bootstour auf der Moldau oder eine preiswerte Moldau-Rundfahrt.

Prag City Pass als Alternative

Wer in Prag viele Sehenswürdigkeiten besuchen und zusätzlich Bus, Tram und Metro nutzen möchte, sollte den offiziellen City Pass prüfen.

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Sinnvoll vor allem für Reisende mit vollem Besichtigungsprogramm.

Unsere Tipps für den Besuch

Früh kommen

Am Morgen ist es meist ruhiger. Gerade in der Hauptsaison wird Josefov später deutlich voller.

Mit Respekt besuchen

Der Alte Jüdische Friedhof ist ein historischer Begräbnisort und kein normaler Foto-Spot. Ein ruhiger und respektvoller Besuch ist hier besonders wichtig.

Nicht nur den Friedhof allein sehen

Die Kombination mit Pinkas-Synagoge, Altneu-Synagoge und Spanischer Synagoge ergibt deutlich mehr Sinn als ein einzelner Kurzbesuch.

Öffnungszeiten prüfen

Samstage und jüdische Feiertage spielen eine große Rolle. Kurz vor dem Besuch solltest du noch einmal die aktuellen Zeiten checken.

Fazit: Lohnt sich der Alte Jüdische Friedhof?

Ja, eindeutig. Der Alte Jüdische Friedhof gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Prag und ist einer der eindrucksvollsten historischen Orte der Stadt. Seine Geschichte, die ungewöhnliche Struktur mit übereinander liegenden Begräbnisschichten und die enge Verbindung zu Josefov machen ihn zu einem Pflichtprogrammpunkt für viele Besucher. Offizielle Stellen betonen sowohl die historische Bedeutung als auch die besondere Atmosphäre des Ortes.

Wer das jüdische Viertel Josefov besuchen möchte, sollte den Friedhof unbedingt mit einplanen. Besonders sinnvoll ist der Besuch in Kombination mit mehreren Synagogen und, wenn möglich, mit einer guten Führung. So versteht man deutlich besser, warum dieser Ort so wichtig für die Geschichte Prags ist.

Kurzer Film (3 min) über den alten Friedhof der Juden

Tschechischer Name: Starý židovský hřbitov v Praze-Josefově  ;  Englisch: Old Jewish Cemetery Prague

FAQ Alter Jüdischer Friedhof Prag

Was ist der Alte Jüdische Friedhof in Prag?

Der Alte Jüdische Friedhof ist ein historischer jüdischer Begräbnisort im Viertel Josefov und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Wo liegt der Alte Jüdische Friedhof?

Er liegt im Zentrum von Prag im jüdischen Viertel Josefov, in unmittelbarer Nähe mehrerer Synagogen.

Wie viel kostet der Eintritt?

Der reguläre Eintritt für die Jewish Town Route beträgt aktuell 600 CZK für Erwachsene, 400 CZK für Studenten und 200 CZK für Kinder.

Ist der Friedhof in einem Kombi-Ticket enthalten?

Ja. Mit einem Ticket kannst du den Alten Jüdischen Friedhof und vier Synagogen besuchen.

Ist der Friedhof im Prague Visitor Pass enthalten?

Ja, mit dem Prague Visitor Pass ist der Eintritt zur Jewish Town Route frei.

Wie viele Grabsteine gibt es?

Erhalten sind heute etwa 12.000 Grabsteine.

Warum stehen die Grabsteine so dicht?

Weil der Friedhof über Jahrhunderte auf engem Raum genutzt wurde und neue Begräbnisschichten übereinander angelegt wurden.

Wann ist der Alte Jüdische Friedhof geöffnet?

Die Öffnungszeiten ändern sich saisonal. 2026 ist er grundsätzlich außer samstags und an jüdischen Feiertagen geöffnet.

Ist der Friedhof sonntags geöffnet?

Ja, normalerweise schon. Samstag ist der reguläre Schließtag, dazu kommen jüdische Feiertage.

Wie lange dauert ein Besuch?

Für den Friedhof allein reichen meist 20 bis 40 Minuten, für Josefov insgesamt eher zwei bis drei Stunden.

Welches Grab ist am bekanntesten?

Das bekannteste Grab ist das von Rabbi Löw.

Lohnt sich eine Führung?

Ja, besonders für Besucher, die das jüdische Viertel geschichtlich besser verstehen möchten.

Welche Sehenswürdigkeiten sollte man mit dem Friedhof kombinieren?

Besonders sinnvoll sind die Altneu-Synagoge, die Pinkas-Synagoge, die Maisel-Synagoge und die Spanische Synagoge.

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